Ein Gourmetgedicht.

Was die sterngezeichnete Küche im Ansitz Zum Steinbock und Goethe gemeinsam haben? Sie schaffen Gedichte! Kunstwerke, die auch lange nach der letzten Strophe nachklingen. Emotionen, die nur Kunst wecken kann.

 

Der Titel: Terrassenpoesie.

Ganz unten, im Keller wird die erste Strophe vorgetragen. Ein inszenierter Widerspruch – mit Effekt. Preaclarus der Kellerei St. Pauls prickelt im fragilen Sektglas. Man nippt vorsichtig. Häppchen werden serviert. Man fragt sich, wie viel künstlerische Kreativität in einem so kleinen Hors d’Oeuvre stecken kann. Und wie viel Geschmack! Fisch, roh und deswegen überraschend intensiv. Gänsestopfleber in Form französischer Macarons. Garniert. Ein Gaumengedicht! Und noch ein Schlückchen vom edlen Südtiroler Sekt. Leises Gespräch. Und das ein oder andere Lachen dazwischen. Kerzenschein. Ja, in solch’ schummrigem Licht entsteht wohl die größte Poesie.

 

Strophe II – Genusspanorama.

Die Szenerie wechselt. Man hat den geschichtsbeflissenen Keller verlassen und sitzt nun auf der Terrasse, Sonnenlicht statt Kerzenschein. Bergpanorama. Der Küchenkünstler setzt zur zweiten Strophe an. Und in jedem Vers möchte man versinken. Melonenshot mit Chili. Dazu 10 Monate gereifter San Daniele Rohschinken, Lardo und Culatello. Die Schärfe des unsichtbaren Chili lässt innehalten – Gaumenüberraschung – und intensiviert den Geschmack vom ganzen Rest. Genau das macht Sterneküche aus. Harmonische Reime!

 

Strophe III – Farbensymphonie.

Gamberi Rossi in perfekt durchdachter, roter Symbiose mit Karotten-Ingwer-Sorbet und geschmorten Mini-Rüben. Andächtig kauend den Ausblick genießen. Hier, auf der Terrasse mitten im kleinen Villanders spricht jeder leise, als würden laute Töne die Gaumenfreude dämmen. In der Stille scheint die Konzentration des Geschmacks zu liegen. Man hört nur, wie’s mundet. Erfrischend weißer Wein unterstreicht die kunstvollen Speisen – „Viel Anders“, nennt er sich. Wie das Dorf, in dem man sitzt. Wortspiel! Und dann: Tagliolini. Hübsch drapiert zu einem Türmchen. Hauchdünner Trüffel als einzige Garnierung. Und zwischen den Speisen immer wieder ein mundgerechtes Stück vom hausgebackenen Brot, mit Villanderer Butter, mit Schnittlauchöl oder Rucola-Frischkäse. Nicht, weil man Hunger verspürt. Sondern weil man die Finger nicht von diesen Mundfreuden lassen will.

 

Strophe IV – Die Pointe.

Der poetische Höhepunkt steht bevor: Die Bedienung trägt im Entenmarsch die Hauptspeise zu Tische. Spanisches Schwein, Iberico-Schwein, um genau zu sein. Mit Wasserspargel, Pfifferlingen und Bozner Sauce. Die Südtiroler Traditionsküche, sterneinterpretiert. Eine Kombination, die nicht besser klingen, nicht besser schmecken und nicht ansprechender präsentiert werden könnte. Pause. Man besinnt sich auf das Gaumengedicht. Eine sich stetig steigernde Emotion – aromatisch, visuell, sinnlich. Und nun: Bereit für den Ausklang.

 

Strophe V – Das Finale.

Doch vorerst folgt die Einstimmung auf das, was diesen lukullischen Geschmacksausflug beendet. Ein kleines Schmankerl, ein Pre-Dessert. Die Kleinigkeiten, die Details perfektionieren das Sternemenü. Es sind die Häppchen zwischendurch, die die Sinne staunen lassen. Ein halbierter Buchenast als goldenes Kissen für eine pastellgrüne Minzwaffel, zusammengerollt wie ein Waffeleis. Mit Bitterschokolade bestrichen. In zwei Bissen gegessen, in zwei Bissen verführt. Man will mehr! Und man kriegt mehr: Das Dessert. Nun, wirklich: Das Finale. Und das Gedicht schließt sich mit einer Interpretation – von Tiramisù.

Das ist, was die Küche im Ansitz Zum Steinbock und Goethe gemeinsam haben: Sie schaffen Gedichte, die in Erinnerung bleiben. Die man wieder und wieder (l)e(s)sen möchte. 

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